Bunker Gosen am 26., 27. und 28. August geöffnet

Geheimer Standort zur Koordinierung der DDR-Auslandsspionage im Krisenfall

Der 2022 neu gestaltete Eingangsbereich in den Spionage-Bunker Dosen.Die nächsten Führungen durch den Bunker der DDR-Auslandsspionage HV A in Gosen finden am 26., 27. und 28. August statt.

Die Technik-Führungen am 28. August um 11 und 13 Uhr werden ergänzt um einen Fachvortrag zu den Nachrichtenverbindungen zwischen DDR-Führungsstellen mit dem Regierungsbunker in Prenden im Zentrum.

Mit Hans Schmohl verantwortet diese Vorträge ein Zeitzeuge, der selbst im DDR-Regierungsbunker (Objekt 17/5001) als Leiter der Nachrichtentechnik tätig war. 

Der Bunker in Gosen wurde von 1982 bis 1984 als geschützte Ausweichführungsstelle für die Spitze der DDR-Auslandsspionage um ihren damaligen Chef Markus Wolf gebaut. 2019 öffnete hier die Dokumentationsstätte. Deren museums-pädagogischer Schwerpunkt ist die DDR-Spionagetätigkeit im Umfeld westdeutscher Regierungsbunker als Staatsgeheimnisse der Bundesrepublik.

Filterstrecke im Bunker Gosen, die fast unberührt im Zustand von 1989 ist.Diese Objekte galten als wichtige Indikatoren zur Feststellung von Spannungsphasen. Der Belegungsfall war gleichzusetzen mit einer Eskalation. Entsprechend lückenlos wurden die Regierungsbunker durch die DDR-Spionage überwacht.

Aufbau und Wirkungsweise der Bunkertechnik werden über den Originalzustand der Anlage erklärt. Diese Verbindung aus historischer Aufarbeitung in Archiven des Bundes und deren inhaltliche Vermittlung an einem authentischen Ort der Zeitgeschichte ist für die Spionagetätigkeit bundesweit einmalig.

Anmeldemöglichkeiten gibt es im Internet hier:
www.bunker-gosen.de

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27.10.2021